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Neujahrsempfang - Leimens Selbständige gehen zuversichtlich ins neue Jahr

Der traditionelle Neujahrsempfang von Leimen Aktiv fand am 6. Januar im Weingut Adam Müller statt. Über 40 Mitglieder konnte der 1. Vorsitzende, Gerd-Peter Gramlich, begrüßen.
Den Rückblick auf das Jahr 2004 begann er am 26.12.2004. Eine erschütternde und in ihrer Dimension kaum vorstellbare Naturkatastrophe hatte am 2. Weihnachtsfeiertag über 150.000 Menschen in den Tod gerissen.
Ausgelöst durch ein gewaltiges Seebeben hatte Tsunami ein Bild der Verwüstung hinterlassen.

Die enorme Spendenbereitschaft in Deutschland wertete Gerd-Peter Gramlich als großartiges Signal der Mitmenschlichkeit und des Mitgefühls.

Den vielen Opfern gedachten die Leimener Selbständigen mit einer Schweigeminute.

Mit vielen Aktivitäten wie dem Maibaumstellen, der Teilnahme am Ferienprogramm (2004 mit einer Rekordbeteiligung von über 30 Unternehmen), verkaufsoffenen Sonntagen, der erstmaligen Teilnahme am Kerweumzug, vielen Werbeaktionen und der Tombola am Weihnachtsmarkt haben sich die Leimener Selbständigen für ihre Stadt engagiert.

Der Erlös der Tombola konnte noch vor dem Weihnachtsfest an eine soziale Einrichtung übergeben werden. Die Besuchsgruppe des Bürgerkontaktbüros kümmert sich in besonderer Weise um die Älteren und Kranken Menschen in Leimen. Mittlerweile 14 Damen und Herren geben ihnen damit ein Stück mehr Lebensqualität, unsere Spende ist hier in besten Händen.

Der Internetauftritt (www.leimen-aktiv.de) wurde im vergangenen Jahr komplett überarbeitet und aktuallisiert. Deutlich gestiegene Zugriffszahlen auf die Homepage zeigen den Erfolg dieser Investition.

Das verbandseigene Magazin „Leimen Aktiv“ erfreut sich immer größerer Beliebtheit und wird von den Mitbürgern gerne angenommen.

Zur Leimener Verkehrsproblematik stellte Gramlich die Fragen: Wie wirken sich die Anbindung des Stralsunder Ringes und die Nord-Ostumgehung auf den Leimener Einzelhandel aus? Fahren die Kunden künftig an Leimen vorbei? Geht das Ladensterben in der Rathausstraße weiter? „ Wir müssen die Zentren unserer Stadt so attraktiv machen, dass man gerne nach Leimen fährt. Zum Einkaufen, zum Essen oder einfach nur zum Verweilen.“

Eine gemeinsame Aktion für Leimen forderte der 1. Vorsitzende. Stadtverwaltung, Gemeinderat, Gewerbe und Hausbesitzer müssen an einem Strang ziehen und Leimen nach vorne zu bringen.


Der Einzelhandel kämpft mit der Kaufzurückhaltung der Verbraucher. Sorge um den eigenen Arbeitsplatz und eine Politik auf Bundesebene die nicht verlässlich ist, sind die wesentlichen Ursachen. Hinzu kommen fragwürdige Kampagnen wie die des Media-Marktes der, so Computer-Bild, aber selbst meist zu teuer ist.

„Wir Selbständige und Gewerbetreibende müssen selbst aktiv werden, machen Sie mit bei unserer Leistungsschau am 30.April und 1. Mai“. So warb der 1. Vorsitzende für die Leistungsschau, die ein Event für die ganze Familie werden soll.

Für das neue Jahr wünschte er den Anwesenden und Ihren Familien Gesundheit und Glück, gute Umsätze und viel Glück bei vielleicht anstehenden Gesprächen mit Ihrer Hausbank.

Er dankte Matthias Müller, Mitinhaber des Weingutes Adam Müller, für die Gastfreundschaft in Leimens größtem Weingut und schloss mit einem Satz von Friedrich von Schiller: Wer nichts wagt, der darf nicht hoffen.

Wolfgang Stern, Vize-Präsident des BDS Baden-Württemberg und Vorstandsmitglied von Leimen Aktiv, überbrachte die Neujahrsgrüße von Dorothea Störr-Ritter, Präsidenten des BDS BW, und von Herrn Rolf Kurz, Präsident des Bundesverbandes.

Die Situation im mittelständischen Einzelhandel, so Wolfgang Stern in seiner Ansprache, hat sich im Vergleich zu den beiden Vorjahren nur wenig verbessert. Er bemängelte, dass Politiker von Land und Bund den Aufschwung herbeireden wollen, anstatt zu handeln. „So lange die kleinen und mittleren Unternehmen am Gängelband des Staates hängen wird die Binnenwirtschaft keine Fahrt aufnehmen“.
Die viel gepriesene Steuerreform werde von den Gebühren- und anderen
Steuererhöhungen aufgefressen, die Reform des Arbeitsrechtes sei auf halbem Wege steckengeblieben.
Auch der Bürokratieabbau stocke, für jedes abgeschaffte Gesetz oder Vorschrift würden mindestens drei neue geschaffen. Die restriktive Kreditvergabe der Banken sei tödlich für viele Mittelständler, siehe die Pleitewelle der vergangenen Jahre. Banken kümmerten sich nicht um volkswirtschaftliche Zusammenhänge, bestimmten Wirtschaftszweige würden Kredite sogar ganz verweigert.
Er forderte die Steuerfreiheit für die im Betrieb belassenen Gewinne, so könne eine höhere Eigenkapitalquote beim Mittelstand erreicht werden.
Nicht ganz ernst gemeint war seine Forderung nach einer Sachkundeprüfung
für Politiker sowie eine dazugehörige Haftpflichtversicherung. Eine Reduzierung der Arbeitslosen, so Wolfgang Stern, setze bezahlbare Arbeit voraus, Lohnnebenkosten müssten umgeschichtet werden, damit die zu verrechnende Arbeitsstunde wieder bezahlbar wird.

Zum Abschluss der Veranstaltung dankte Matthias Müller den Leimener
Gewerbetreibenden für ihren Besuch und wünschte allen ein erfolgreiches neues Jahr 2005.

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